03.10.2021 Die erste Etappe führt uns nach Baume-les-Dames im Jura. Der Dauerregen gibt uns Gelegenheit, uns im Wohnmobil zu entspannen.04.10.2021 Wir entkommen dem Regen und erreichen die Auvergne mit dem Parc Naturel des Volcans, bei Clermont-Ferrand. Ein Foto zeigt den Puy de Dôme. Es ist Saisonende und wenig los.05.10.2021 Mit etwas Mühe finden wir in Orcines einen Stellplatz. Ein Tag Pause ist angesagt, damit Manfred sich von einem Infekt erholen kann (Corona-Schnelltest negativ!).Merkur-Tempel06.10.2021 Das erste Highlight unserer Tour! Wir fahren mit der Zahnradbahn auf den Puy de Dôme (1465m, 9 Grad, windig, wolkig).06.10.2021 Der Motor zischt ungut unter Last. Die eigene Fehlersuche ist erfolglos, aber es gibt dringenden Verdacht auf Marder*innenbiss am Turbo-Schlauch. Nach Zwischenstopp in einer überlasteten Fiat-Werkstatt in Aubière helfen uns die Kollegen einer benachbarten Bosch-Niederlassung schnell und kompetent – Stellplatz zur Übernachtung bis Teile-Lieferung inklusive! Der benachbarte Nachtclub bleibt zum Glück geschlossen, und guten Käse gibt es trotz allem.An der Brombeerhecke 30Think global … drink local!07.10.2021 Um 9:15 h kommt der Werkstattchef zum Abholen ans Wohnmobil. Und sorry, liebe*r Marder*in, Du warst es nicht, sondern ein kleiner Konstruktionsfehler von Carthago, durch den der Turboschlauch durchgescheuert wurde. Um 10:15 h sind wir wieder mobil und auf dem Weg nach Bordeaux zum Camping Le Village du Lac. Sonnige 21 Grad, uns geht es sehr gut!08.10.2021 Ein perfekter Tag in Bordeaux! Mit den Bikes auf prima Radwegen zunächst zum Weinmuseum (inkl. 1 Glas Wein) und zu den Markthallen Les Halles de Bacalan (best brownie ever!), kurzer Stop am Spaceship (oder Hut), dann zum alten U-Boot-Bunker der Deutschen, der nun als Bassins de Lumières sehr eindrucksvoll genutzt wird.09.10.2021 Auf guten Radwegen ins Zentrum von Bordeaux: Mittagessen am Ufer der Garonne bei Sonne und 21 Grad, dann Besichtigung der sehr schönen und sehr belebten Innenstadt.10.10.2021 Der Tag beginnt mit einer plausiblen Motivation für unsere Reise (siehe Aufkleber auf einem anderen Wohnmobil). Dann steuern wir den Campingplatz Forêt du Pilat bei Arcachon an. Ein schöner Stellplatz direkt vor der über 100 m hohen Düne. Die Aussicht von oben ist atemberaubend, und Skifahren kann man hier auch …11.10.2021 Wir fahren über 14 km auf allerschönsten Radwegen nach Arcachon. Es gibt sehr schöne Häuser in diesem vom 19. Jahrhundert geprägten Seebad. Ein Laden, in dem es ausschließlich Fischkonserven gab, hat es uns angetan. Und die kleinen Windbeutel „Dunes Blanches“ … 12.10.2021 Eine Wanderung über die Düne, dann am Strand entlang nach Le Petit Nice. Besonders beeindruckend der Sandkrabbler, der es schon ein Viertel der hohen Düne hinaufgeschafft hatte.13.10.2021 Wir fahren 120 km nach Süden und landen auf einem Stellplatz am Plage de Messanges. Viele Surfer genießen die Wellen des offenen Meeres.14.10.2021 Flower Power in den Dünen. Ein ruhiger Tag mit Strandwandern, Lesen und E-Mails-Schreiben.15.10.2021 Nach gut 200 km erreichen wir Bilbao. Der Stellplatz (Area de Autocaravanas de Kobetamendi) ist nicht einfach anzufahren, aber die Aussicht ist super! Dann beschaffen wir erst einmal eine spanische Gasflasche (Repsol), inkl. Taxi-Transport zum Stellplatz. Die anschließende Altstadtbesichtigung endet mit Cervesa und Tapas … alles gut!16.10.2021 Wir erkunden Bilbao mit Frank Gehrys Guggenheim-Museum, Santiago Calatravas Brücke Zubizuri, Norman Fosters U-Bahn-Eingängen (genannt „Fosteritos“) und vielen weiteren tollen Bauten. Und im Guggenheim-Museum gibt es für Manfred das erste Mal Pensionärs-Rabatt …17.10.2021 Nach unserem Geburtstagsglückwunschvideoanruf bei Philipp wandern wir eine Etappe auf dem Camino del Norte. Der 15 km lange Abschnitt von Bilbao bis Portugalete gibt schöne Eindrücke von Natur und Industrielandschaft. Höhepunkt am Ende ist die 61 m hohe Puente de Vizcaya von 1893, die älteste Schwebefähre Europas.18.10.2021 Etwa 120 km westlich von Bilbao nehmen wir Quartier auf dem Campingplatz von Santillana del Mar. Das mittelalterliche Örtchen ist das San Giminiano von Nord-Spanien, liegt am Jakobsweg und ist im Sommer sehr überlaufen. Wir können es in Ruhe genießen, auch den besten Flan Spaniens.19.10.2021 Noch ein Tag im schönen Santillana del Mar. Der Kreuzgang des Colegiata de Santa Juliana gefällt uns sehr gut. Am Nachmittag besichtigen wir die Höhle von Altamira, genau genommen nur einen Nachbau.20.10.2021 Wir suchen einen Stellplatz am Meer. Viele Plätze sind geschlossen oder mit unserem „Dickschiff“ nicht anfahrbar. Aber nach 26 km parken wir doch auf einem einfachen Parkplatz ein, der nur durch die Straße vom Strand trennt ist. Nach sehr gutem Mittagessen in San Vicente de la Baquera erholen wir uns am Strand, mit (Hör)Buch.21.10.2021 Wir fahren 250 km nach Westen und finden einen freien Stellplatz nahe dem Praia das Catedrais. Zugang zum bekanntesten Teil des Strandes werden wir erst morgen Vormittag bei Ebbe haben.22.10.2021 Pünktlich ab 10 Uhr sind wir am Praia das Catedrais, um bei Niedrigwasser diese Kathedrale der Natur zu bewundern. Anschließend fahren wir nach Santiago de Compostela, eine andere Kathedrale, mit vielen glücklichen Menschen davor, die ihr Ziel erreicht haben.23.10.2021 Heute zieht es uns zur weithin sichtbaren Cidade da Cultura de Galicia … beeindruckende Architektur von Peter Eisenman und eine Ausstellung der „Scherenschnitte“ aus Bronzeplatten von Jorge Castillo. Anschließend laufen wir wieder durch Santiago, genießen die schöne Stimmung in der Stadt, einige Tapas und einen Absacker nahe der Kathedrale.24.10.2021 Der Regen motiviert uns, weiter nach Süden zu fahren. Wir erreichen Portugal und finden einen guten Platz bei Porto am Meer, in Vila Nova de Gaia. 25.10.2021 Unser erster Tag in Porto: Mit dem Fahrrad am Douro entlang bis zur berümten Brücke des Gustave Eiffel von 1877. Eine sehr lebendige Stadt mit vielen schönen Motiven und super leckeren Pasteis de Nata.26.10.2021 Der zweite Tag in Porto beginnt mit einer Besichtigung des Palácio da Bolsa, der reichen Handelskammer von Porto. Dann ein Snack mit Aussicht und der schönste Buchladen der Welt, Inspiration für die Harry Potter-Romane.27.10.2021 Nach etwas Putzen und Aufräumen belohnen wir uns heute mit einer Führung und Portwein-Probe bei Graham‘s. Wieder ein schöner Blick auf die Brücke und ein wunderschöner Sonnenuntergang beim Radfahren zurück zum Campingplatz.28.10.2021 Wir fahren knapp 10 km auf Premium-Radwegen an der Küste nach Süden. Die Capela do Señor da Pedra liegt direkt am Strand, am Wegesrand zieren merkwürdige Gesellen den Vorgarten eines Fußballfans. Nach Einkauf wichtiger Lebensmittel genießen wir die wohl vorerst letzten Sonnenstrahlen beim Essen am Meer. Manfred probiert eine Francesinha: Braten- und Wurststücke zwischen Toastscheiben, darauf ein Spiegelei, reichlich mit Käse überbacken und in einer leicht bitteren Biersoße getränkt … naja!29.10.2021 In der Regenpause am Vormittag machen wir einen Strandspaziergang. Bei unserer Rückkehr hat die Feuerwehr in unserer Nachbarschaft Stellung bezogen. Den voll verregneten Nachmittag nutzen wir zum Kochen (Lachs mit Kapern-Dill-Soße) und zur Reiseplanung. Das Wetter soll ab Montag wieder besser werden …30.10.2021 Wir fahren morgens etwa 80 km nach Aveiro. Dieses Klein-Venedig von Portugal besticht durch schöne Häuser, auch im Jugendstil. Über Salinen und Lagune hinweg erreichen wir dann Costa Nova, ebenfalls mir sehr schön bemalten Häusern. Besonders gefällt uns das Touristenbüro, das an Tankstellen aus den 1950ern erinnert. Schließlich fahren wir noch 160 km bis zum Campingplatz von Nazaré.31.10.2021 Nach der Zeitumstellung brechen wir früh auf, um Nazaré zu erkunden. Wir fangen mit leckeren Pasteis in einem kleinen Café im unteren Stadtteil an. Mit der Standseilbahn geht es dann hinauf in den oberen Stadtteil und zum Leuchtturm. Der Blick auf den Praia do Norte, bekannt durch bis zu 30 m hohe „Monsterwellen“, beeindruckt uns auch schon mit viel kleineren Wellen. Auf dem Rückweg hat Manfred bei einem Foto noch einen kleinen Rückfall ins Berufsleben, aber das geht vorbei!