15.9.2026 Nach dem Packen fahren wir am Nachmittag gemütlich den kurzen Weg nach Rüsselsheim und steuern dort den kostenfreien Wohnmobilstellplatz „Am Mainufer“ an. Abends sind wir zu Annikas Geburtstag eingeladen, und alle wundern sich, dass wir dort mit dem Fahrrad ankommen. Es wird ein schöner Abend im Familienkreis, und die Nacht im Wohnmobil in Rüsselsheim wird trotz Glascontainer und Autoposern weniger schlimm wie befürchtet.16.9.2026 Wir fahren nach Euskirchen auf den großen kostenfreien Parkplatz an der Therme. Nach einem gemütlichen Mittagessen im Wohnmobil verbringen wir einen wunderbaren Nachmittag in der Therme. Abends genießen wir es, wieder in unserem WoMo zuhause und unterwegs zu sein … es wird eine ruhige, vergleichsweise kühle Nacht.17.9.2026 Nach einem guten Start in diesen Tag spüren wir an der Zapfsäule einmal mehr den Einfluss von Herrn Trump auf die Weltpolitik. Anschließend geht es quer durch die Eifel nach Monschau-Imgenbroich auf den Campingplatz „Zum Jone-Bur“. Dagmar zaubert Spitzkohl mit Miso-Sauce als Mittagessen, und danach fahren wir mit unseren Bikes in die sehr schöne Altstadt von Monschau. Das „Rote Haus“ ist das Domizil der Tuchfabrikanten- Familie Scheibler aus dem 18. Jahrhundert, das uns vor allem mit seinem zeitgerechtem Inventar und einem wunderschönen Treppenhaus beeindruckt. Anschließend bummeln wir noch etwas durch den malerischen Ort, entdecken die katholische Kirche mit ungewohnter Innenaufteilung und besuchen dann die historische Senfmühle von Monschau. Es gibt natürlich einen Shop, dessen Angeboten wir mehr als geplant erliegen, und wir haben einen „Mühlenabend“ gebucht. Dieser besteht aus einer interessanten Führung zur Senfproduktion und einem dreigängigen Abendessen im benachbarten Restaurant (sehr empfehlenswert!). Jeder Gang hat dabei natürlich eine Komponente, in der Senf verarbeitet wurde. Es ist ein wunderbarer Abend, sehr angemessen zur Feier unseres 33. Hochzeitstages!18.9.2026 Wir ziehen um auf den knapp 10 km entfernten Wanderparkplatz in Rohren. Durch die steile, kurvige und enge Straße wird die Fahrt mit unserem Wohnmobil zur kleinen Herausforderung. Von Rohren aus starten wir unsere Radtour, die uns über insgesamt knapp 50 km durch schöne, teils sehr hügelige Landschaft führt. Einen großen Teil der Strecke fahren wir auf dem Vennbahnweg. Wendepunkt ist für uns die Brasserie Belgium Peak Beer, ein junges Brauhaus, bei dem wir auch gutes Essen bekommen. Der Rückweg führt nach holpriger Fahrt durchs Hochmoor wieder zurück auf den Vennbahnweg und schließlich direkt durch Monschau. Wir genießen den Rest des Tages auf dem ruhigen Stellplatz.19.9.2026 Wir versuchen am Vormittag, einen Stellplatz im etwa 90 km entfernten Maastricht zu buchen. Erst im dritten Anlauf finden wir einen freien Platz, den wir ab heute für zwei Nächte reservieren können. Auf dem Platz in Maastricht angekommen, essen wir und fahren dann gut 10 min mit den Rädern in die schöne Altstadt. Die ganze Stadt ist voller Menschen, die Bars und Restaurants sind mehr als voll. Wir gehen in eine ehemalige Dominikaner-Kirche, die jetzt als Buchladen genutzt wird (und auf der Rückfahrt sieht Manfred eine weitere Kirche, die zum Fitness-Studio geworden ist). Wir erkunden die weitläufige Altstadt weiter, besichtigen die alte Brücke über die Maas und kaufen schließlich noch etwas Brot und Käse fürs Abendessen. Maastricht ist eine sehr lebendige, schöne Stadt!20.9.2026 Wir starten wegen Regen unsere weitere Besichtigung von Maastricht erst nach dem Mittagessen. Unsere eBikes bringen uns zügig zum Bonnefanten-Museum, das vom Architekten Aldo Rossi gestaltet wurde. Ausgestellt werden Alte Meister und noch ältere Kirchenkunst. Nach dem Museumsbesuch radeln wir zur Festung von Maastricht und zu den Steinbrüchen. Abends essen wir in einem Restaurant eine indonesische Reistafel und fahren dann zurück zum Stellplatz.21.9.2026 Wir wollen ans Meer und haben uns dafür einen Stellplatz in Ouddorp ausgesucht, nicht weit vom Brouwersdam entfernt. Wie auch schon beim Stellplatz in Maastricht läuft die Buchung, Bezahlung, Einchecken und Auschecken komplett über das Internet ab. Für die knapp 230 km nach Ouddorp brauchen wir allerdings staubedingt vier volle Stunden. Den Nachmittag nutzen wir dann noch für einen Spaziergang vorbei an einem Kürbisfeld und an dem riesig breiten Strand. Surfer sehen wir am Strand nicht, aber es soll sie hier geben. Ein paar Kaltgetränke bei Sonnenschein in einer Strandbar runden den Tag wunderbar ab.22.9.2026 Auf dem wunderbaren Küstenradweg fahren wir 10 km auf den Brouwersdam und zur Marina Port Zélande. Die dort bestehende Insel markiert die Mitte des Damms und es wimmelt dort nur so von Surfern, Jugendgruppen und frei stehenden Wohnmobilen. Wir genießen die Atmosphäre, essen etwas zu Mittag und fahren dann zurück nach Ouddorp. Wir bummeln durch den hübschen kleinen Ort und erledigen ein paar Einkäufe. Anschließend geht es vorbei an der 1845 gebauten und heute noch genutzten Windmühle „De Hoop“ zurück zum Wohnmobil.23.9.2026 Wir machen uns schon wieder auf den Rückweg. Getankt wird in Holland, aber das ist mit 2,539 € pro Liter Diesel auch nicht billiger. Beim Scheibenputzen bemerkt Dagmar einen Steinschlag in der Frontscheibe, um den wir uns kümmern müssen. Ohne Stau fahren wir über Antwerpen in 4 Stunden die 320 km zur Therme Erding. Der Parkplatz, auf dem wir noch letzte Woche standen, ist gesperrt, aber dafür dürfen wir unter einem riesigen Dach aus Solarmodulen stehen. Manfred macht noch einen Termin bei CarGlas aus, bevor wir einen schönen Abend in der Therme verbringen.24.9.2026 Vormittags fahren wir gut zwei Stunden, um wieder zuhause anzukommen. Es war eine kurze Reise, in der wir mit Monschau, Maastricht und Ouddorp wieder ein paar schöne Orte kennenlernen durften. NACHTRAG: Der Steinschlag an der Windschutzscheibe konnte am 25.9. bereits bei CarGlas repariert werden. Man sieht fast nichts mehr davon, und die Kosten hat unsere Versicherung übernommen.