25.05.2023 Fünf Stunden brauchen wir, um unser erstes Ziel bei Hannover zu erreichen, und wir quartieren uns auf dem Campingplatz Lohner Parksee ein. Mit dem Fahrrad fahren wir dann zu Kristina und Sebastian, wo auch Irmtraut und Gerd schon auf uns warten. Wir freuen uns so sehr, dass wir die kleine Großnichte Elise kennenlernen dürfen! So eine Süße! Eine kleine Fahrradreparatur, ein Spaziergang mit Kinderwagen … bestens mit leckerem Kuchen und Abendessen versorgt, genießen wir den Tag.26.05.2023 Gegen unsere Gewohnheit stehen wir früh auf und sind nach staufreier Fahrt bereits um kurz nach 10 Uhr bei Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal. Wir ergattern den vorletzten Stellplatz auf dem „Wohnmobilhafen am Kanalcafe NOK“ … es ist Pfingstwochenende. Aus dem Wohnmobil gibt es große Schiffe zu sehen. Unser Rundgang bringt uns durch einen Fußgängertunnel auf die andere Kanalseite und dort dann zur Eisenbahn-Hochbrücke samt Schwebefähre. Beim Mittagessen auf den „Brückenterrassen“ werden wir durch die Ansagen der vorbeifahrenden Schiffe unterhalten, darunter das schwedische Segelschulschiff „Göteborg“. Es folgen ein Museumsbesuch und dann ein Altstadt-Rundgang. Es gibt hübsche Häuser und Details, aber auch viel Leerstand. Rendsburg wurde 2010 als Bundeswehrstandort aufgegeben und hat sich davon noch nicht ganz erholt.27.05.2023 Nach einem üppigen Kuchenfrühstück gehen wir auf eine sehr schöne Radtour am NOK entlang und dann (nach einem Mittagsimbiss) um den Wittensee herum. Nach knapp 50 km sind wir wieder in Rendsburg und steuern den „Kunstautomaten“ nochmal an, den wir gestern schon entdeckt hatten. 4 Euro werden eingeworfen, und es gibt wohlverpackt im Zigarettenschachtelformat ein Original-Kunstwerk. Es wurde von Jeanne van Dijk in Aquarell/Tusche-Technik gemalt. Einen Titel hat das kostbare Werk nicht, aber Dagmar findet „Zwei Vögel im Dialog“ passend. Nach so viel Kunst und Sonne gönnen wir uns noch ein extrem gutes Eis im „Eisstübchen am Kanal“ und machen uns dann mittels Schwebefähre auf den Rückweg zum Wohnmobil.28.05.2023 Frohe Pfingsten! Nach einem mit Lesen verbummelten Vormittag gibt es ein Festtagsessen im Restaurant „Hafen-Meisterei“ hier neben dem Stellplatz. Am Nachmittag geht es dann wieder auf Radtour am Kanal entlang, dieses Mal in Richtung Nordsee … aber nur 12 km bis zur Fähre „Breiholz“. Unterwegs kommen wir an einem Weichenwärterhaus vorbei. Von dort wurde die Weiterfahrt der Schiffe an der Weiche (kommt von Ausweichstelle) dirigiert, aber heute läuft das über GPS und Funk. Wir beobachten auch die orangen Lotsenschiffe, von denen hier in der Mitte des Kanals die Lotsen auf den Schiffen abgesetzt und von dort abgeholt werden. Sie sind Spezialisten für die Nordhälfte oder Südhälfte des Kanals und begleiten alle Schiffe auf der Fahrt durch diese Abschnitte. Wir setzen mit der Fähre auf die andere Kanalseite über und fahren dort zurück. In Rendsburg nehmen wir dann den Fußgängertunnel mit Aufzug … sehr komfortabel!29.05.2023 Wir fahren 390 km über Jütland und den Großen Belt nach Kopenhagen. Am Nachmittag geht es dann auf Radtour in die Stadt, um die vielgerühmten Radwege hier zu testen. Sie sind wirklich sehr gut, aber man muss achtsam fahren, weil noch viele andere mit einem unterwegs sind. Heute war die Stadt ohnehin sehr voll wegen des „Royal Run“, einem Volkslauf unter Mitwirkung des hiesigen Kronprinzen Frederik. Die Meerjungfrau konnten wir trotzdem in Ruhe betrachten und überhaupt die sonnige Feiertagamosphäre an diesem Pfingstmontag genießen.30.05.2023 Über eine App erwerben wir die ÖV-Tickets und gehen auf Stadterkundung von Kopenhagen. 19.992 Schritte (nach Manfreds Handy) bringen uns zu den Highlights der Stadt: Schloss Rosenborg, Botanischer Garten mit schönen Pflanzen und Schmetterlingen, Markthalle mit leckerem Smørrebrød, der Touristen-HotSpot Nyhavn mit Aperol-Spritz, Amalienburg (kein Foto, fanden wir nicht so toll), Dänisches Designmuseum (bar bezahlt mit Restgeld unserer Dänemark-Reise 2013) und zum Schluss Frelsers Kirkes mit sehr schöner Schneckenturmbesteigung. Es ist ein wunderbarer Sommertag, und wir können Kopenhagen rundum genießen!31.05.2023 Es sind nur gut 40 km zu unserem nächsten Stellplatz „Camping Helsingør“, wo wir mit unseren Nachbars-Freunden Susanne und Gernot verabredet sind. Wir haben großes Glück und bekommen zwei Plätze in erster Reihe, mit Blick übers Meer nach Schweden. Es gibt ein gemeinsames Mittagessen am Wohnmobil und dann einen Rundgang mit Strand, Yachthafen, Schloss Kronburg und Helsingørs Altstadt.