01.03.2022 Etwa 80 km sind es nach Tavira. Nach der Fahrt erkunden wir die hübsche Kleinstadt mit ihren Brücken, Gassen und 21 Kirchen. Die in einem alten Wasserturm montierte „camera obscura“ wird uns mit vielen Erklärungen zur Stadt vorgeführt.02.03.2022 Wir vertreiben uns den Tag mit einem schönen Essen im Strandlokal „Sardinha Assada“, einem kurzen Strandspaziergang und einem Einkauf. Ansonsten genießen wir den Tag bei Sonne und 23 Grad im Klappsessel vor dem Wohnmobil und am Abend ein sehr leckeres Abendessen in netter Runde bei Birgit und Chris.03.03.2022 Wir geben den Mietwagen ab und fahren dann mit Birgit und Chris nach Alvor für eine kurze Wanderung auf Holzstegen und am Strand, begleitet von heftigem Wind. 04.03.2022 Gut 300 km fahren wir, um zurück nach Spanien und nach Jerez de la Frontera zu gelangen. Dort finden wir für zwei Nächte einen Stellplatz an einer Wohnmobil-Werkstatt, die auch für Übernachtungen allen Service anbietet … und zur Begrüßung erstmal einen Sherry. Wir laufen die vier Kilometer in die Stadt und genießen die schöne Atmosphäre von Jerez und auch ein paar Tapas.05.03.2022 Auf dem Weg in die Stadt genießen wir heute Vormittag „Churros“, eine Art salziger und frittierter Frühstückskringel – ein bisschen fett, aber sehr lecker. Wir vertiefen dann bei einer Besichtigung der Bodega Tío Pepe unsere Sherry-Kenntnisse. Es ist ein sehr schönes, großes Firmengelände, auf dem sich auch die Mäuse wohlfühlen sollen. Im Anschluss erkunden wir noch die maurische Festung „Alcácar de Jerez“ sowie die Kathedrale. Diese Stadt mit ihren lebhaften Gassen, den vielen Lokalen und dem in dieser Zeit überall vorhandenen Duft der Orangenblüte gefällt uns sehr gut!06.03.2022 Nur eine halbe Stunde Fahrt bringt uns von Jerez in eine andere Ecke des „Sherry-Dreiecks“, nach Chipiona. Unser Stellplatz „La Siesta de la Gaviota“ gefällt uns sehr gut. Wir erkunden die Umgebung mit Strand und Landwirtschaft. Hier werden vor allem Zierblumen angebaut. Der Tag wird durch eine nette Sherry-Weinprobe abgerundet, die hier auf dem Platz angeboten wird. Dagmar ist schon gespannt, wann der Hahn hier morgen Früh loslegt …07.03.2022 Ein Strandspaziergang bringt uns nach Chipiona, wo wir einen Markt besuchen und in einem kleinen Lokal in der Fußgängerzone zu Mittag essen. Ansonsten genießen wir die Zeit bei Sonne und Wind auf dem Stellplatz.08.03.2022 Am Vormittag regnet es heftig, und an einem Fenster unseres Wohnmobils kommt Wasser rein. Klebeband hilft erst einmal, und wir machen schon mal den Werkstatttermin im April aus. Am Nachmittag scheint dann wieder die Sonne. Der Hahn des Platzes stattet uns wieder einen Besuch ab. Wir erkunden zu Fuß weiter die Umgebung, in der fast alles landwirtschaftlich genutzt wird. Auch unmittelbar am Strand gibt es verfallende Häuser, freie Grundstücke und kaum touristische Nutzung. Wir finden aber doch eine kleine Strandbar für ein Kaltgetränk in der Sonne.09.03.2022 Auf dem Bahntrassenradweg „Via Verde de Entre Rios“ radeln wir nach Sanlucar de Barrameda. Die Stadt hat engen Gassen, eine Markthalle, eine Burg (Castillo de Santiago) und bei allem maroden Charme auch viele schöne Details.10.03.2022 Heute nutzen wir den Bahntrassenradweg in die andere Richtung und fahren etwa 20 km nach Rota. Zwei baufällige, gesperrte Brücken zwingen uns zu Umwegen. Das Schönste an Rota ist für uns der Blick hinüber nach Cádiz, er weckt schöne Erinnerungen an unseren Ausflug dorthin im vergangenen November. Auf dem Rückweg begutachten wir noch den Leuchtturm von Chipiona und kaufen ein paar Lebensmittel ein. Die letzte Sonnenstunde des schönen Tages genießen wir dann am Stellplatz mit unseren Nachbarn, die uns zu einem Glas Rotwein einladen.11.03.2022 Etwa 300 km sind es bis zum Stellplatz „Malaga Beach Area“, wo Manfred vor vier Wochen einen Platz in erster Reihe reserviert hatte. Nach der Ankunft grillen wir vor unserem Wohnmobil. Trotz Regen machen wir uns dann auf zum Spaziergang entlang der Küste, über Promenaden und durch Tunnel. Die vielen (großteils geschlossenen) Lokale lassen ahnen, dass hier im Sommer deutlich mehr los ist.12.03.2022 Wir genießen unseren Kaffee am Morgen mit Meerblick und radeln etwa 10 km an der Küste entlang ins Zentrum von Málaga. Unsere Fahrräder stellen wir am Hafen an der Dependance des Centre Pompidou ab. Die lebhafte Altstadt gefällt uns sehr gut. Wir schauen uns die maurische Burganlage an, und der eindrucksvollen Kathedrale dürfen wir sogar aufs Dach steigen. Selbstverständlich besuchen wir auch das Picasso-Museum. Dagmar gefällt der Wandteppich mit den „Les Demoiselles d‘Avignon“ sehr gut, und Manfred wird schwindelig beim Betrachten von „Susana y los ancianos“. Zum Abschluss gibt es noch ein Eis … natürlich vorwiegend Geschmacksrichtung „Málaga“.13.03.2022 Unsere kleine Radtour führt uns zunächst zur Cueva del Tesoro, nur 2 km entfernt. Das Besondere an dieser Höhle ist, dass sie vor Urzeiten vom Meerwasser ausgewaschen wurde. Wir folgen dann der endlosen Strandpromenade und essen in einem der vielen Lokale zu Mittag, u.a. einen Russischen Salat, der noch nicht den Sanktionen zum Opfer gefallen ist. Es gibt auch viele Strandbuden, in denen Sardinen auf Spießen (espetos) gegrillt werden, eine Spezialität hier bei Málaga. Eine andere Spezialität sind WoMo-Freisteher im Flussbett. Für morgen ist starker Regen angesagt …14.03.2022 Bei heftigem Regen brechen wir auf zur zweistündigen Fahrt zu unserem nächsten Ziel: Camping Mar Azul in Balerma. Wir richten uns ein und genießen Kaltgetränke und Tapas draußen am platzeigenen Lokal. Am Nachmittag bestaunen wir das rot-gelbliche, diffuse Licht, das hier wohl durch den Saharastaub entsteht, der auch für Deutschland angekündigt ist.15.03.2022 In der Nacht hat der Saharastaub hier alles eingedeckt! Kurz vor 10 h kommt dann heftiger Wind auf, der alles noch einmal durcheinander wirbelt und den Sand durch die kleinste Ritze auch ins Wohnmobil drückt. Da wird wohl Putzen und Waschen angesagt sein, wenn das vorbei ist. Obwohl uns heute Vormittag ein Leihwagen gebracht wurde: Außer einem kurzen Spaziergang verbringen wir – wie wohl fast alle hier auf dem Platz – den ganzen Tag im Wohnmobil.