20.2.2025 Gegen 10:30 h haben wir alles gepackt und am Haus alles gerichtet, so dass wir starten können. Gut beladen fahren wir mit zwei Pausen über 600 km. Unser Quartier ist ein Stellplatz kurz vor Lyon, in Villefranche sur Saône, auf dem wir schon mehrmals übernachtet haben. Da es schon fast 18 h ist, reicht es nur noch für einen kurzen Rundgang am Fluss entlang … danach erholen wir uns im Wohnmobil.21.2.2025 Noch ein Fahrtag, dieses Mal 400 km (und über 80 € Maut!). Gegen 15 h checken wir auf dem Stellplatz in Portiragnes ein und machen erst einmal einen Strandspaziergang. Der Ort wirkt ziemlich verlassen zu dieser Jahreszeit, aber ein einsamer Imbisswagen bietet leckere, bestimmt super ungesunde Churros an … und man kann sich gut vorstellen, was hier im Sommer los ist! Nicht weit von hier liegt übrigens Valras Plage, wo wir im Hitzesommer 2003 (neulich!) mit unseren Kindern im Zelt und ohne Schatten zwei Wochen gelitten hatten, bevor wir den Urlaub abbrachen. Heute ist hier von Hitze nichts zu spüren, aber es hat immerhin um die 15 Grad bei bedecktem Himmel.22.2.2025 Heute haben wir nur 200 km zu fahren, um über die Grenze nach Spanien und nach Girona zu gelangen. Wir haben uns einen pragmatischen Stellplatz (Parkplatz) ausgesucht, von dem aus wir in nur 10 Minuten in die Altstadt laufen können. Wir bestaunen dort die mittelalterliche Häuserfront am Riu Onvar, dann die 1877 vom Kollegen Eiffel konstruierte rote Eisenbrücke, ein Stück Tarte Lemon zum Nachtisch, die Reste eines arabischen Badehauses aus dem 12. Jh., die imposante Kathedrale von Girona, die auch als Kulisse in „Game of Thrones“ diente, und schließlich die Stadtmauer mit schönen Blicken auf die Altstadt. Nach all dem hat es sich schließlich doch so eingeregnet, dass wir unsere Erkundungstour abbrechen. Morgen soll die Sonne scheinen!23.2.2025 Ganz so schön wird das Wetter doch nicht, und wir starten unsere Radtour auf dem Bahntrassenradweg (Via verde) erst einmal kühl und mit leichtem Regen. Eine Bäckerei an der Radroute kommt uns gerade recht, und wir genießen die dort angebotenen Leckereien. Danach klart es dann doch auf. Wir fahren die 25 km bis Amer und dann zurück nach Girona. Zum Sonnenuntergang geht es noch zu Fuß auf einen der belebten Plätze der Altstadt, wo wir auch die ersten Ergebnisse der deutschen Bundestagswahl ansehen. Ein Familien-Skype mit unseren Kindern lässt den Tag sehr schön ausklingen.24.2.2025 Der Tag fängt nicht ganz so gut an: Unser WoMo hat Batterieprobleme, die beim Werkstatt-Check vor der Reise offenbar nicht aufgefallen sind. Manfred gelingt es nicht, den Motor zu starten, also muss ein Profi ran, der dank ADAC auch nach einer knappen Stunde schon da ist. Wir fahren dann direkt in eine Werkstatt, die nach etwas Hin und Her unser Problem auch mittels neuer Batterie vortrefflich löst. Etwas gestresst, aber auch erleichtert (auch um einige Euro), fahren wir dann noch die Etappe über gut 400 km nach Valencia. Wir kommen erst nach 18 Uhr auf dem gut gefüllten Stellplatz „Eco Area El Saler Camper Park“ an, wo auf uns aber noch ein sehr guter Platz wartet.25.2.2025 Wir radeln auf einem perfekten Radweg die 15 km vom Stellplatz in die Innenstadt von Valencia. Wir sehen sehr eindrucksvolle moderne Architektur und fahren durch den 9 km langen Park, der nach Umlenkung des Flusses ab 1986 im alten Flussbett entstanden ist und auch durch die vielen historischen Brücken einen besonderen Charakter bekommt. Nachdem wir die Fahrräder gut abgestellt haben, geht es an die Altstadtbesichtigung. Die Markthalle, die Kirche St. Nicolas de Bari, ein gutes Mittagessen in einem arabischen Restaurant und ein bestens sortiertes privates Museum für moderne Kunst machen den Tag äußerst kurzweilig. Und weil es uns auch auf dem Stellplatz gut gefällt, beschließen wir, einen Tag länger zu bleiben.Entwurf!26.2.2025 Den zusätzlichen Tag hier bei Valencia nutzen wir, um alle Systeme aufzufrischen. Dazu gehört auch, dass wir drei 6-Liter-Kanister Trinkwasser kaufen, weil das Wasser aus der Leitung gechlort und ziemlich ungenießbar ist. Es bleibt genug Zeit, bei gut 20 Grad die heute nun endlich prächtig scheinende Sonne zu genießen. Nachmittags machen wir eine kleine Radtour und bestaunen das Traktor-Gespann, mit dem hier der Sand gereinigt wird. Und schließlich freut sich Manfred darüber, dass der Verlag nun mit seinem Buch vorankommt und einen ersten Entwurf zum Buchdeckel geschickt hat.27.2.2025 Nach dem Volltanken und Tausch der spanischen Gasflasche rauschen wir 270 km durch teils blühende, teils karge Landschaft. Unser WoMo feiert unterwegs nach knapp 8 Jahren die 90.000 km auf dem Tacho. Der Stellplatz in Mazarron, den wir ansteuern, ist leider voll, aber wir finden eine gute Alternative nur 2 km weiter. Nur noch ein paar Lebensmitteleinkäufe am Nachmittag, ansonsten nix Berichtenswertes.28.2.2025 Gegen 13 Uhr haben wir die heutige Etappe geschafft (280 km). Wir nutzen den schön angelegten Stellplatz „Viña Castilla“, der bei Motril nicht weit von der Küstenautobahn AP-7 in den Bergen liegt. Die Landschaft ist hier durch Ramblas (trockenes Flussbett) und Plastikzelte zum Gemüseanbau geprägt. Bei unserem Rundgang entdecken wir aber auch einiges Grün in der steinigen Umgebung. Abends genießen wir das kleine Restaurant am Platz.