Rückblick 07.01.2022 Das Wohnmobil hat im Dezember durch eine Zusatzluftfederung und neue Felgen eine Auflastung auf 4,8 t bekommen, die seit heute auch förmlich im Fahrzeugschein eingetragen ist. Im Moment steht das Vehikel zwar noch „im Stall“, aber wir freuen uns bereits auf unsere nächste Reise. Sie soll in den letzten Januartagen beginnen und wieder Richtung Spanien und Portugal gehen. Wir hoffen sehr, dass sich die Corona-Lage bis dahin noch bessert! 01.02.2022 Wir starten wieder! Über 600 km Autobahn legen wir zurück und freuen uns über den Spruch auf einem anderen Wohnmobil: „It’s not a slow car, it’s a fast home!“. Wir erreichen gegen 16:30 Uhr den Stellplatz in Villefranche-sur-Saone, auf dem wir schon Anfang Dezember waren. Wir machen noch einen kurzen Spaziergang am Ufer der Saone, aber 7 Grad und Nieselregen … das hat Potential, besser zu werden!02.02.2022 Die Route de Soleil tut, was sie soll: Sie bringt uns in die Sonne. Etwa ab Nimes zeigt das Außenthermometer 20 Grad und mehr an, und der blaue Himmel tut einfach gut. Wir kommen gut voran, passieren die Grenze nach Spanien und fahren auf den Stellplatz in Cabanes (bei Figueres). Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen!03.02.2022 Auf der heutigen Fahrt über 330 km gen Süden wird schon klar, dass die Mandelblüte hier in Spanien zu dieser Jahreszeit Beachtung verdient … wir werden noch darauf zurückkommen. Am Etappen-Stellplatz „Spätzle Fritz“ gibt es nach einem Spaziergang durch die Mandarinen-Plantagen dann auch das passende Essen … gute deutsche Küche bei 20 Grad und Sonnenschein!04.02.2022 Noch einmal 300 km nach Süden bringen uns nach Xaló im Vall de Pop. Mandelbaumblüte ist hier das Top-Thema, und unsere kleine Wanderung bietet nicht nur eine wahre Mandelblütenpracht, sondern auch sehr schöne alte Olivenbäume. Auf dem gut gefüllten Wohnmobilstellplatz müssen wir am Abend alle zusammenrücken, weil hier morgen ein Flohmarkt stattfindet … wir sind gespannt.05.02.2022 Hier auf dem Stellplatz von Xaló werden wir wegen des Flohmarkts heute mal richtig zugeparkt, aber am Nachmittag haben wir schon wieder viel Platz um uns herum. Der Flohmarkt erweist sich als eine bunte Mischung mit vielen Schätzen, wovon wir aber nichts mitnehmen. Den Nachmittag nutzen wir trotz leichtem Regen für eine kleine Wanderung ins benachbarte Alcalali und finden eine nette Sitzgelegenheit in der Altstadt.06.02.2022 Nachdem Manfreds Anruf ergeben hat, dass unser Wunschstellplatz für die nächsten Tage ausgebucht ist, haben wir mit dem Platz „El Torres“ eine sehr gute Alternative kurz hinter Benidorm gefunden. Die recht kurze Fahrt dorthin zeigt uns mächtige Berge, die zum Teil in Wolken gehüllt sind. Das Restaurant hat auch auf und bietet leckere Patatas Bravas. Bei unserer Wanderung am Nachmittag sehen wir zunächst die Überreste eines römischen Mausoleums (2. Jh.), es soll in Spanien das größte erhaltene seiner Art sein. Der anschließende Weg an der Küste entlang überrascht mit wunderschönen Ausblicken.07.02.2022 Auf größtenteils tadellosen Radwegen – öfter auch in Mittellage, manchmal aber auch plötzlich endend – radeln wir zunächst nach Benidorm. 1959 hatte der Bürgermeister hier eine Idee. Er ließ einen Bebauungsplan mit Schwerpunkt Tourismus erstellen, und so entwickelte sich das Fischerdorf zu einem Ort des Massentourismus. Bezogen auf die Einwohnerzahl hat Benidorm heute die größte Hochhausdichte der Welt. Das Bauen im spanischen Manhattan geht munter weiter. Erst 2020/21 wurde das 202 m hohe, güldene Intempo-Hochhaus fertiggestellt. Der einzige Pluspunkt von Benidorm für Dagmar ist der Chorauftritt am Strand. Viel besser gefiel uns dann unsere zweite Station, der Ort Villajoyosa mit seinen bunten Häusern.08.02.2022 Nach Tanken und Gasflaschentausch fahren wir knapp 200 km bis kurz hinter Mazzaron. Uns grüßt einer der 141 Osborne-Stiere, und wir kommen wieder in die Welt der Folien-Gewächshäuser. Der Stellplatz in der „Schlangenbucht“ liegt unmittelbar am Strand; er ist sehr einfach, naturbelassen, unerwartet groß und sehr strahlungsarm (jedenfalls haben wir keinen Mobilfunk-Empfang).09.02.2022 Nach gemütlichem Start in den Tag laufen wir über einen Hügel und am Strand entlang in einen kleinen Ort. Wir finden ein nettes Strandlokal und genießen heute ansonsten einfach nur den Sonnenschein.10.02.2022 Wir fahren zum Stellplatz „Little Texas“ in der Desierto de Tabernas, Europas einziger Wüste. Am Nachmittag radeln wir über Turillas eine 34 km-Runde in die Berge und genießen die spektakulären Ausblicke.11.02.2022 Erstes Ziel unserer heutige Radtour ist das amerikanische Restaurant „Route 66“, das an der Straße nach Tabernas liegt … „Perdón! Manfred no es vegetariano“. Anschließend erkunden wir die Wüstenlandschaft, die uns sehr an die USA erinnert und in der schon viele Western und andere Filme gedreht worden sind, z.B. „Indiana Jones“ oder „Der Schuh des Manitu“.12.02.2022 Am Morgen gratulieren wir erst einmal unserer Tochter Hannah zum 25. Geburtstag! Wir fahren dann weiter nach Guadix, das besonders durch seine Höhlenwohnungen bekannt ist. Ein netter spanischer Herr – einer von immerhin 4000 „Höhlenbewohnern“ – zeigt uns stolz sein Zuhause. Außer einer Burg hat Guadix auch noch eine Kathedrale zu bieten, in der uns das Chorgestühl besonders gut gefällt. Einen Stellplatz für die Nacht finden wir auf dem riesigen Fest- und Marktplatz von Guadix.13.02.2022 Beim Öffnen der Verdunklung vom Wohnmobil erleben wir eine Überraschung: Auf dem großen Platz machen sich drei Heißluftballons startklar. Nachdem sie abgehoben sind, machen wir uns auf den Weg. Wir nutzen eine schöne Nebenstrecke (GR-3201), um auf die Sierra Nevada zu gelangen. Im Skiort Pradollano finden wir in 2300 m Höhe unseren Stellplatz. Am Nachmittag schneit es sogar ein wenig. Morgen früh fahren wir dann gern wieder hinunter in die Wärme.14.02.2022 Nach frostigem Tagesbeginn fahren wir recht früh talwärts und erreichen bereits gegen 12 Uhr unser Ziel, den Parque Ardales. Der Campingplatz liegt sehr schön, aber die Zufahrt und die einzelnen Stellplätze sind offensichtlich für etwas kleinere Wohnmobile gemacht. Manfred sieht es als Challenge, Dagmar als puren Stress … wir erkunden nur kurz die Umgebung und freuen uns schon auf das morgige Highlight: die Wanderung auf dem Caminito del Rey.15.02.2022 Wir laufen vom Campingplatz zum Treffpunkt am Restaurante El Kiosko und werden dann auf den etwa 8 km langen Caminito del Rey geführt, der sich am Fels entlang durch die bis zu 400 m hohe Schlucht windet. Ursprünglich war der Weg für Wartungsarbeiten an einer Wasserrinne angelegt worden, die für ein Wasserkraftwerk diente. Seit 2015 ist der Caminito renoviert und sehr gut und sicher begehbar, man sollte aber schon schwindelfrei sein. Ein schönes Essen im Sonnenschein in einem Restaurant in El Chorro macht unseren Tag perfekt.16.02.2022 Nach kurzer Fahrt beziehen wir nur gut 60 km weiter westlich Quartier in Olvera. Es ist eines der „weißen Dörfer“ von Andalusien. In der Altstadt essen wir leckere Tapas, erkunden dann den hübschen Ort samt maurischer Burganlage und genießen die schöne Aussicht auf den Ort und die umliegende Landschaft. 17.02.2022 Der wesentliche Grund, warum wir den Stellplatz in Olvera angefahren haben, ist der Radweg „Via Verde de la Sierra“. Er startet unmittelbar an unserem Stellplatz und führt uns heute auf einer alten Bahntrasse durch eine wunderbare Landschaft und zahlreiche Tunnel. Obwohl die Sonne uns bei 20 Grad verwöhnt, brauchen wir doch Jacken, denn in den längeren Tunnelstrecken ist es recht kühl. Am Wegesrand entdecken wir einiges an Viehzucht und eine 200 Jahre alte Steineiche. Die Mönchsgeier, die hier in größeren Schwärmen residieren, kreisen leider zu hoch über uns, um sie zu fotografieren. Der Zielort Puerto Serrano hat es nicht in unsere Fotoauswahl geschafft, aber wir haben uns dort trotzdem gut mit einigen Tapas für den Rückweg stärken können. Die gut 80 km mit den eBikes waren gar kein Problem, nur unsere Allerwertesten sind anderer Meinung.18.02.2022 Es zieht uns nach Portugal, und wir können die 350 km zum Stellplatz in Armaçao de Péra zügig zurücklegen. Der Stellplatz ist sehr voll, aber wir bekommen einen provisorischen Platz und sollen uns morgen verbessern können. Einige Wohnmobile, die wir im November hier gesehen haben, sind immer noch da! Der Sonnenuntergang verspricht für morgen einen sonnigen Tag.Protea19.02.2022 Wir genießen die Algarve: Marktbesuch in Armaçao, ein schönes portugiesisches Essen in der Sonne, das Meer und ein Wiedersehen mit Chris und Birgit … was will man mehr?20.02.2022 Wir genießen den Sonnentag bei einer Strandwanderung, bestaunen den blühenden weißen Ginster mit seinem intensiven Duft und chillen am Nachmittag am Wohnmobil.21.02.2022 Wir wechseln die Parzelle auf dem Algarve Camping Car Park und verbringen den ganzen Tag am Wohnmobil. Das Wetter ist sehr gut (über 20 Grad), und auch die Wettervorhersage kann sich sehen lassen.22.02.2022 Ein schöner Tag mit einem schönen Datum. Wir genießen das Wetter und unseren Abend mit Birgit und Chris.23.02.2022 Wir leihen heute Morgen bei „Autorocha“ für 8 Tage einen VW up! Nach Manfreds (beruflicher) Videokonferenz im Wohnmobil geht es zum Auffüllen unserer zwei deutschen Gasflaschen zur GPL-Tankstelle nach Boliqueime und dann zum „Großeinkauf“ in einen Supermarkt. Mit beruhigendem Gas- und Getränkevorrat machen wir dann noch etwas Reiseplanung für die Rückreise. Auf dem Programm stehen derzeit Jerez, Chipiona, Tavira, Malaga, Mar Azul und Mazzaron.24.02.2022 Nach dem regnerischen Vormittag, an dem wir versuchen, die Tragweite der heutigen Ukraine-Invasion durch Russland zu erfassen, machen wir einen kleinen Ausflug nach Alte. Der in einigen Reiseführern als typisches Dorf der Algarve gelobte Ort überzeugt uns nicht. Aber wir sehen interessante Tiere, und am besten gefällt uns der sehr hübsche Esel.25.02.2022 Wir machen einen Ausflug nach Lagos, sicher eine der schönsten Städte an der Algarve. Zuerst erkunden wir die schöne Altstadt, dann geht es zum Leuchtturm und auf den dort errichteten Küstenholzweg „Ponta da Piedade“.26.02.2022 Wir verbringen den Tag mit Birgit und Chris sowie mit Giselle und Otto. Zusammen laufen wir einen schönen Rundweg zur Fonte Benémola bei Loulé, ein größerer Teil führt durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Anschließend laden uns Giselle und Otto zu einem wunderbaren Fischessen ein, das wir alle zusammen genießen.27.02.2022 Heute ist ein sommerlicher Tag, an dem wir den Stellplatz gar nicht verlassen. Manfred zieht das passende Shirt an, das er vom IVV-Team zur Verabschiedung geschenkt bekommen hat. Zum Mittagessen bekommen wir Besuch von Birgit, Chris, Giselle und Otto. Die WoMo-Küche ist bei 6 Personen am Limit … aber es gibt keine Beschwerden 😅. Es ist ein entspannter, sehr schöner Tag in super netter Gesellschaft!28.02.2022 Wasservorräte Erneuern und eine Runde Wäschewaschen bestimmen den Vormittag. Am Nachmittag fahren wir mit Chris und Birgit auf eine Driving Range … die Sonne scheint, und die Bälle fliegen 😎.